Bericht: Hanna Lindt
Kinder bewegen jeden. Gestern Abend vor allem zum Sternenball.
Wer hier einen Sitzplatz wollte durfte früh am Abend da sein, der Ansturm war gigantisch. Die prominentesten Gäste tummelten sich auf diesem von der Childrens Home Foundation und dem Ehepaar Joen organisierten Event.
Zunächst war dort freilich die Foundation-Leitung. Die Präsidiumsmitglieder Astrid Ruf und Freiherr von und zu Schlüters-Önkelstieg waren eine der ersten Anwesenden, gemeinsam mit Pressesprecher Tom Hilde. Das Führungstrio begrüßte in Vertretung des Gastgeberpaares, welches später eintreffen sollte, alle ankommenden Gäste.
Bald darauf ging es aber noch höher her. Die Regierungslimousinen trafen um ca. 18:20 Uhr ein. Das gesamte Kabinett la Fontaine hatte sich den Abend frei gehalten und war auf Anordnung des Ministerpräsidenten anwesend.
Unsere Redaktion vermutet, dass die Regierung damit ihr in den vergangenen Wochen leicht angeschlagenes Image als „Party-Regierung“ wieder aufpolieren wollte
Ministerpräsident la Fontaine gilt außerdem als Vertrauter des Ehepaares Joen.
Auch die Königsfamilie ließ sich ihre Anwesenheit nicht nehmen und war in Person ihrer Majestät Madeleine, sowie Kronprinzessin Viktoria samt Nachwuchs (was überraschte) anwesend.
Dazu unsere Expertin in Angelegenheiten der Royals, Alva Aal: „Die Anwesenheit des Nachwuches hat mich positiv überrascht. Denn seit der Geburt ihrer Tochter hat sich das Kronprinzessinenpaar in der Öffentlichkeit eher rar gemacht, war kaum öffentlich aufgetreten. Die Kronprinzessin war sogar auf Auslandsurlaub. Aber diesen Anlass gestern hat sie für ihr Prestige zu nutzen gewusst. It‘s all about being seen“
Als der Saal mit Stars und sonstigen Gästen bereits prall gefüllt war trudelten schließlich die Stars des Abends ein.
Levin Joen, der Schirmherr der Organisation und seine Frau Sabine, die einen ungeheuren Glanz ausstrahlte. Äußerlich und innerlich, der Stolz in ihren Augen sprach Bände, ebenso wie das Kleid. Ein Traum in Weiß, der alles andere augenblicklich zu überstrahlen schien. Ein Anblick für die Götter, nicht nur ich fühlte mich in diesem Moment an die Hochzeit unseres Traumpaares im November erinnert.
Die Gastgeber eröffneten gegen 19:00 Uhr mit einem anrührenden Video und emotionalen Worten die Veranstaltung, die eben das vor allem leisten sollte: Das Leider der Kinder mildern.
Auch wenn bei dem Anblick des Paares kaum einer daran zu denken vermochte.
Unmittelbar im Anschluss wurde die Tanzfläche von Sabine und Levin eröffnet, die tanzten, als hätten sie in ihrem Leben, noch nie etwas anderes getan. Die verliebten Blicke steckten bald alle Anwesenden an, sodass die Oper für die vielen tanzwilligen zwischenzeitlich gar zu klein erschien.
Die Tanzeinlage wurde von einer Rede Kerstin-Dehlia Joens unterbrochen, die den Saal mit heiteren Anekdoten aus ihrem Familienleben mit Levin unterhielt und für sanftes Gelächter sorgte.
Ferner ging sie mit gutem Beispiel voran und zeigte sich mit einem Scheck sehr spendabel.
Die Spendenuhr tickte also munter weiter.
Gerade nun, als die Stimmung ausgelassen war, ereignete sich eine interessante Begegnung. Die erste öffentliche Begegnung des Ehepaar Joens mit Frederik Bergström, dem Leiter der Kinder- und Jugendhilfe.
Ein Gast -in meiner Nähe stehend- meinte „Noch etwas kälter und sie würde im Schnee stehen“
Treffender kann man es nicht formulieren.
Sabine Joen bestach durch ein aufgesetztes freundliches Lächeln, welches sie als Außenministerin sicher oft geübt hatte, während Bergström und seine Frau darin überzeugten unterkühlt und distanziert einen Scheck zu überreichenund sich ohne viel warme Worte und freundliche Gesten wieder abzuwenden.
Verhält sich so ein Bürgermeister gegenüber wohltätigen Organisationen?
Diese Frage konnte ich auch nicht klären, als die Sankt Olaf Times gegen Ende des Abends ein kurzes Gespräch mit Bergström führen konnte, welches ihm von Beginn an zuwider war. Auf die Frage nach seinem Unfall verneinte er jegliche Gerüchte über den Alkohol und ein Beziehungsdrama.
Er gab das Versprechen ein gutes Vorbild zu sein, entscheiden Sie selbst, ob sie ihm glauben wollen. Würde er uns so enttäuschen? Haben wir ihm doch erst neulich an der Wahlurne unser Vertrauen geschenkt! Hoffen wir, dass es nicht umsonst war.
Ein weiteres kurzes Intermezzo erfolgte durch die am heutigen Tage bekannt gegebene Verlobung des Freiherrn von und zu Schlüters-Önkelstieg mit Verdon-Legende Heidenberg von Lohe, der Mutter der verstorbenen Unionskanzlerin Denise Marisa Connor, welche ebenfalls während des Sternenballs erfolgte.
Weiter tickt die Spendenuhr, denn je später der Abend, desto voller und gebenfreudiger die Gäste.
Vielleicht ein Zufall, dass der Finanzminister Embjörn Einar Rasmussen zu genau dieser Stunde eine Regierungsrede hielt, welche stellenweise sehr verwirrt anmutete. Lässt sich auch über die rhetorischen Mittel streiten, so nicht über den Inhalt. 2 Millionen Kronen übergab die Regierung aus der Staatskasse an die wohltätige Childrens Home Foundation, sowie das Versprechen eine monatliche Vergütung in Aussicht zu stellen.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt konnte das Ehepaar Joen ihren Ball als einen großartigen Erfolg ansehen und damit in die Charity-Geschichtsbücher eingehen. Dies war die größte einmalige Spende, die eine Regierung des Vereinigten Königreichs jemals einer Organisation zukommen ließ
Dieses schienen die beiden zu fortgeschrittener Stunde in enger Zweisamkeit auf der Tanzfläche ausgiebig mit langen Küssen und viel Berührung zu feiern.
Besonders auffallend war auch das menschliche Verhalten des Finanzministers und der Familienministerin im Anschluss an die Spendenrede. Schmöllman-Sölz ist, leider abseits des Hauptgeschehens, über ihren Kabinettskollegen Rasmussen am Regierungstische sitzend, förmlich hergefallen. Dieser hatte einige Mühe dieses, ihm in keinster Weise unangenehme Zwischenspiel, zu unterbinden. Endet der Sternenball nun auch in einem Techtelmechtel innerhalb des Kabinetts la Fontaine?
Die weitere Entwicklung wird abzuwarten bleiben, aber der Geruch von Vetternwirtschaft liegt seit gestern in der Luft, ebenso wie die Frage nach den Gründen für diese Liaison!
Auch Außenminister Berger hatte alle Hände damit zu tun die geladenen ausländischen Gäste zu umsorgen. So war Altkönigin Louise aus der Nordmark anwesend und trug ihren Beitrag zu einem gelungenen Abend bei, welcher die Spendenuhr eifrig weiterticken ließ.
Spät abends erschein auch noch noch Bergers fuchsischer Amtskollege Shumway, welcher sich bis spät in die Nacht mit Gustav Berger, Kerstin-Dehlia Joen und Heidenberg von Lohe an der Bar beobachten ließ.
Für diese beiden zuletzt genannten Damen schien es vor allem ein feucht-fröhlicher Abend im Angesicht der oben erwähnten Verlobung gewesen zu sein.
Ein feierlich-fröhlicher Ausklang, auch für mich ging es langsam auf den Heimweg, nachdem das Gastgeberpaar sich kurz vor Mitternacht verabschiedete.
Als Außenstehende halte ich resümierend fest:
Es war wie erwartet. Levin und Sabine gaben ein strahlendes Paar ab, ein Abbild des puren Glücks, ein Vorbild für jeden von uns. Sie dominierten mit ihrer Präsenz den Abend und drückten dem Sternenball ihren eigenen glanzvollen Stempel auf.
Ein voller Erfolg: Sowohl prestigemäßig, als auch für die Kinder. Die Joens haben sich von ihrer besten Seite gezeigt und dabei noch tausenden von Kindern eine bessere Zukunft ermöglicht.
Auf der Suche nach Punkten, die besser hätten sein können, bin ich nicht fündig geworden.
Doch was sagt die Childrens Home Foundation selbst dazu?
Pressesprecher Tom Hilde: „Die Childrens Home Foundation ist sehr zufrieden mit dem Ablauf des Abends. Es gibt niemanden, der nicht von dem Ball wusste, alles was Rang und Namen in unserem Land hat, war an diesem Abend anwesend um mit uns gegen das Leid zu kämpfen.
Wir sind überaus stolz über diese Entwicklung, der eingenommene Betrag ist mehr, als die Optimisten in unserer Finanzabteilung veranschlagt hatten. Damit werden wir die nächsten Monate hervorragend arbeiten und wirtschaften können um vielen tausend verwaisten und leidenden Kindern die helfende Hand hinzuhalten.
Ferner befindet sich unsere Finanzabteilung in Gesprächen mit der Regierung über eine Deckung der monatlichen laufenden Kosten der Foundation.
Der Sternenball war in seiner Form bisher einzigartig und das Konzept hat sich bewährt und das erfüllt uns alle hier mit Stolz. Aller Aufwand hat sich gelohnt.
Ich möchte zum Ende noch einmal Minister Rasmussen im Namen des ganzen Vorstandes, des Ehepaares Joen, der Foundation als Gesamtes und natürlich im Namen derer, denen das Geld zu Gute kommen wird danken. Sie haben Herz bewiesen!“
Soweit also die Pressestelle der Childrens Home Foundation. Um nicht zu ausschweifend zu werden, kommen wir nun noch zu einer abschließenden Einschätzung unserer Zeitung.
Unser Society-Experte Manuel Halonnen: „Wenn ich davon sprach, dass der Sternenball großartig werden würde, hatte ich nicht damit gerechnet. Nicht mit einem solchem Abend, nicht mit einem solchen rauschenden Fest. Das war es in jeder Hinsicht.
Gleich zu Beginn der Auftritt des Gastgeberpaares war perfekt in Szene gesetzt. Frau Joen trug ein atemberaubendes Kleid, welches dem jungen Label „GretaMarlene“ aus dem es meinen Informationen zufolge entstammt, einen ungeheuren Popularitätsboos verpassen dürfte.
Auffallend war, dass die Neuankömmlinge in der High-Society, Frederik und Linda Bergström sich nicht wohl zu fühlen schienen und ein wenig unsicher anmuteten, ganz im Gegensatz zu den ‚alten Hasen‘ Joen und Heidenberg von Lohe beispielsweise.
Es schienen sich alle Gäste zu amüsieren, die Atmosphäre war freundlich angenehm, die unterschiedlichsten Menschen sprachen miteinander, die Stimmung war allgemein fröhlich-angeheitert. Wie es sein sollte.
Was ich bereits neulich ankündigte ist wahr geworden. Dieser Ball ist ein ganz heißer Favorit für den Titel ‚Event des Jahres‘.
Viel mehr geht wohl nicht mehr.“
Ein gelungenes Schlusswort, das alles in einem einzigen Satz formuliert: Viel mehr geht nicht mehr. Wieder einmal wurde uns mit guten Beispiel vorangegangen, auf dass wir uns in Zukunft auch daran halten mögen: Jeden Tag eine gute Tat!